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Werner Kraft (1896 - 1991)

Deutscher Jude - Bibliothekar - Schriftsteller

Bibliotheksrat Dr. Werner Kraft im Kreise der Beschäftigten, um 1928/29

Bibliotheksrat Dr. Werner Kraft (Mitte) im Kreise der Beschäftigten der „Vormals Königlichen und Provinzial-Bibliothek” Hannover, um 1928/29
(Original im Bestand der GWLB, Cim. 12/1)
Links vorn: Paula Blank (1887–1967), Bibliotheksobersekretärin

Zu den bedeutenden Bibliothekaren der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek - Niedersächsischen Landesbibliothek während der Weimarer Republik gehörte Werner Kraft (1896 - 1991). Er war seit 1928 als Bibliotheksrat in der „Vormals Königlichen und Provinzial-Bibliothek" tätig und wurde 1933 als Jude aus dem Dienst entlassen - ebenso wie die zweite jüdische Bibliothekarin Paula Blank. Kraft emigrierte 1934 mit seiner Familie nach Jerusalem und lebte bis zu seinem Tode im Jahre 1991 als Schriftsteller deutscher Sprache in Israel.

Zu seinem 100. Geburtstag im Jahre 1996 widmeten ihm das Schiller-National­museum in Marbach am Neckar und die Niedersächsische Landesbibliothek Ausstellungen (gezeigt auch in Wolfenbüttel und Berlin bzw. Braunschweig).
Die Ausstellung der Niedersächsischen Landesbibliothek zeigte die Deutsche Bücherei Leipzig vom 11. November 2000 bis 14. Januar 2001.

Anlässlich der Benennung des Vortragssaals der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek am 23. Oktober 2008 zeigte die Bibliothek in der Zeit vom 9. September 2008 bis 9. April 2009 im Katalogsaal der GWLB eine Ausstellung unter dem Titel: „Meine Anstellung war lebenslänglich und hörte 1933 auf”. Werner Kraft – Bibliothekar, Dichter, Literaturkritiker in Hannover. Zehn Stelltafeln und zehn Vitrinen informierten über Leben und Werk Werner Krafts mit dem Schwerpunkt seiner Zeit in Hannover.

Texte von Werner Kraft

Aktuell

Neue Internet-Angebote zu Werner Kraft:

Auf dieser Homepage:
Werner Kraft auf der Leibnizschule Hannover

Auf der Homepage der Leibnizschule Hannover:
Geschichte der Leibnizschule: Berühmte Leibnizschüler

Auf der Webseite des Jüdischen Museums Berlin, die anlässlich des Berliner Themenjahres „Zerstörte Vielfalt. 1933 – 1938 – 1945” Dokumente deutscher Juden aus dem Jahr 1933 im Faksimile (mit Beschreibung, Transkription und Kurzbiographie) zur Verfügung stellt, findet sich auch ein
Brief von Werner Kraft an Margarethe Heller vom 9. August 1933
aus Djursholms-Danderyd (bei Stockholm), der ersten Etappe seines Exils, die ihn später weiter über London und Paris nach Jerusalem führte.

Literarische Freundschaftsbriefe von Werner Kraft an Hubert Breitenbach
(u.a. ein Brief von Werner Kraft an den Lüneburger Freund Hubert Breitenbach, Jerusalem, 21. September 1946).

Werner Kraft: Brief an Gerhart Hauptmann, Hannover, 9. Dezember 1929.
(Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Nachlass Gerhart Hauptmann digital. 1 Brief nebst fünf Gedichten)

Erinnerungen Werner Krafts an Vorlesungen von Karl Kraus in Berlin 1931/32
(„Karl Kraus online”, ein Projekt der Wienbibliothek im Rathaus in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie, Österreich)

Lebens-Chronik

1896 - 1901 Geburt und Kindheit in Braunschweig

1896 Geboren am 4. Mai in Braunschweig (im Bohlweg 39/40)
.........Vater: der Kaufmann Eduard Kraft (1855 - 1916) aus Calbe (Saale)
.........Mutter: Elsa, geb. Isenstein (1868 - 1923) aus Hannover
.........Großeltern mütterlicherseits: der Kaufmann Julius M. Isenstein
.........(1834 - 1914) und Anna, geb. Rosenhain (1839 - 1926)
.........Bruder: Fritz (1894 - 1917)

1901 - 1914 Jugend in Hannover

1901 Umzug der Familie nach Hannover. Wohnungen in der
.........Rambergstraße, AltenCeller Heerstraße und Lavesstraße
.........Bis 1907 Besuch von Volks- und Realschule in der Wolfstraße
1906 bis 1914 Besuch der Leibnizschule (Gymnasium) in Hannover
.........Mitschüler: Ernst Blumenthal und Hans Löwenthal
.........Werner Kraft auf der Leibnizschule Hannover
1907 Lernt Hans Cohen kennen
1910 Erste Begegnung mit seinem Vetter Paul Kraft (1896 - 1922),
.........dem späteren .Lyriker („Gedichte" 1915 in der Reihe
......... „Der jüngste Tag" bei Kurt Wolff)
1911 Beginn der Lektüre Rudolf Borchardts und der Zeitschrift
......... „Die Fackel" von Karl Kraus
1913 Lernt Theodor Lessing in der Buchhandlung Ey in Hannover kennen
.........Erste Korrespondenz mit Franz Blei
1914 Umzug der Familie in die Fundstraße
.........Abitur an der Leibnizschule. Berufswunsch: Jurist
.........Im Mai erste Veröffentlichung in der Zeitschrift „Die Aktion"
.........(Hrsg.: Franz Pfemfert), eine Rezension von Borchardts „Wannsee"
.........und Stefan Georges „Stern des Bundes"
.........Beginn des Briefwechsels mit Rudolf Borchardt
.........Für ein halbes Jahr Lehrling in der Dresdner Bank Hannover,
.........deren Direktor Julius L. Isenstein (1856 - 1929) ein
.........Verwandter mütterlicherseits ist

1914 - 1915 Studium in Berlin

.........Bis 1915 Studium an der Universität Berlin (Deutsche
........ Philologie, Romanistik, Philosophie)
1915 Beginn der kontinuierlichen Tagebucheinträge (zunächst bis 1919)
.........Juli: auf einem Diskussionsabend im Charlottenburger
.........Siedlungsheim in Berlin erste Begegnung mit
.........Walter Benjamin und Gerhard Scholem

1916 - 1919 Militärdienst in Hannover und Ilten

1916 bis 1919 Militärdienst. Lernt Hubert Breitenbach aus Lüneburg
.........kennen, Beginn einer lebenslangen Freundschaft
.........Als Krankenwärter in den Wahrendorffschen Anstalten in
.........Ilten bei Hannover
1916 Tod des Vaters
.........Besuch Walter Benjamins bei Kraft in Hannover
.........Erster Briefkontakt mit Karl Kraus
1917 Tod des Bruders Fritz als Vizefeldwebel des Levantekorps der
.........kaiserlichen Armee bei Jerusalem
.........Briefwechsel mit Martin Buber über dessen Zeitschrift „Der Jude”
1917 Besuch bei Borchardt in Berlin
.........Besuch bei Gerhard Scholem in Jena. Lernt Toni Halle
.........kennen (später deren Schwester Erna, Tochter eines Richters,
.........Krafts spätere Frau)
1919 Entlassung aus dem Militärdienst

1919 - 1920 Studium in Freiburg und Hamburg

1919 bis 1920 Fortsetzung des Studiums in Freiburg (Breisgau)
.........mit Toni und Erna Halle und Hedwig Scheiner
.........(u.a. bei Husserl und Heidegger)
.........Beendigung des Studiums in Hamburg

1920 - 1928 Bibliothekarische Ausbildung in Berlin und Leipzig

1920 Beginn der bibliothekarischen Ausbildung in Berlin
1921 Erster Abbruch der Beziehungen zu Walter Benjamin
1922 Tod Paul Krafts an Tuberkulose
.........Heirat mit Erna Halle in Berlin (Trauung durch
.........den Rabbiner Leo Baeck)
.........Diplomprüfung für den mittleren Bibliotheksdienst
.........Umzug nach Leipzig. Wohnung in der Gustav-Adolf-Str. 47a
.........Arbeit an der Deutschen Bücherei als Bibliothekssekretär
1923 Geburt des Sohnes Paul Caspar (später Scha'ul)
.........Tod der Mutter
.........Gerhard Scholem geht nach Palästina
1924 Erneuter Beginn der Tagebucheinträge (bis zum Tode 1991)
.........Erste Veröffentlichung über Karl Kraus (Theaterkritik)
1925 Promotion in Frankfurt am Main: „Motivgeschichtliche Untersuchung
.........über die Päpstin Johanna in der deutschen Literatur" (mit Schwerpunkt
.........auf Borchardts Drama „Verkündigung") bei Franz Schultz
.........In der Deutschen Bücherei Leipzig bei einer Lesung Begegnung mit
.........Hugo von Hofmannsthal
1925 Die Schwägerin Toni Halle geht nach Palästina
1926 Examen für den höheren wissenschaftlichen Bibliotheksdienst
1927 Aufenthalt in Florenz mit Hedwig und Hermann Scheiner,
.........Toni Halle, Erich Brauer
.........Mai: Letzter Besuch bei Borchardt in Candeglia/Pistoia
1927/28 Tätigkeit an der Staatsbibliothek Berlin

1928 - 1933 Bibliotheksrat in Hannover

1928 Erste Begegnung mit Bertolt Brecht in Berlin (bei Oskar Goldberg)
.........Ab 1. März Bibliotheksrat an der "Vormals Königlichen
.........und Provinzial-Bibliothek" Hannover
........ Wohnung in der Tiestestraße 19 [heute 39] (Hannover-Südstadt)
.........Erneuter Kontakt mit Theodor Lessing
.........Bis 1933 häufige Besuche der Vorlesungen von Karl Kraus in Berlin
.........Besuche bei Hubert Breitenbach in Lüneburg. Lernt hier
.........Robert Brendel kennen
1929 Geburt der Tochter Else (später Alisa)
1930 bis 1934: Literaturwissenschaftliche Veröffentlichungen in Zeitschriften
1931 Entdeckt in der Bibliothek Carl Gustav Jochmanns Buch
.........„Über die Sprache"
.........Korrespondenz mit Else Lasker-Schüler
.........Unterzeichnet einen Aufruf innerhalb einer Gruppe von Hörern
.........der „Vorlesungen Karl Kraus" (mit Alban Berg,
.........Ludwig von Ficker, Ernst Krenek, Anton Webern u.a.)
.........Beginn der Lektüre von Wilhelm Lehmann,
.........Briefwechsel
1932 Besuch bei Else Lasker-Schüler in Berlin
.........Besuch Wilhelm Lehmanns in Hannover
.........Lernt den Schriftsteller und späteren Arzt
.........Wilhelm Kütemeyer in Berlin kennen.
.........Veröffentlichung in dessen Zeitschrift „Der Sumpf"
1933 Beginn des Briefwechsels mit dem in Kansas/USA lebenden Maler
.........und „Fackel"-Leser Albert Bloch

1933 - 1934 Entlassung und Beginn des Exils

.........April: „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums".
.........Zunächst Beurlaubung aus dem Dienst (endgültige Entlassung
.........zum 1. Oktober)
.........April - September: Auflösung des Haushalts in der Tiestestraße
.........Mai: Abreise Paul Caspars nach Palästina
.........Juni - September: Reise Krafts über Lüneburg (Hubert
.........Breitenbach), Eckernförde (Wilhelm Lehmann) und Stockholm
.........(Ernst Blumenthal) nach London (Alfred Cohen) zwecks
.........Erkundung von Existenzmöglichkeiten im Exil
.........August: Ermordung Theodor Lessings in Marienbad
.........Oktober: in Paris Wiederzusammentreffen mit Frau und Tochter
.........Besuch bei Charles du Bos. Arbeit am Aufsatz
.........„Von Bassompierre zu Hofmannsthal" (1935 erschienen)
.........Lernt den aus Czernowitz stammenden Maximilien Rubel (1905 – 1996)
.........kennen, den späteren französischen Marx-Herausgeber und -
.........Übersetzer.
.........Dezember: Zufällige Begegnung mit Walter Benjamin in
.........der Bibliothèque Nationale.
........ Wiederaufnahme ihrer Beziehung, Gespräche über Kafka
1934 April: Veröffentlichung eines Aufsatzes über Karl Kraus in
.........Ludwig von Fickers Zeitschrift „Der Brenner" (Innsbruck)
.........Juli/August: Reise über Marseille nach Palästina

1934 - 1956 Exil in Jerusalem, Arbeit als Bibliothekar

.........August: Ankunft in Jerusalem. Wohnung zuerst
......... in der Ben Maimon Street (Stadtteil Rechavia), ab 1935 in
.........der Alfasi Street 31, im selben Haus mit dem Lyriker
.........Ludwig Strauß
.........Briefliche Diskussion mit Benjamin über dessen Kafka-Essay
1935 Entstehen der Anthologie „Heine. Gedicht und Gedanke" (1936 im
.........Schocken-Verlag, Berlin erschienen)
.........Zuerkennung eines Ruhegehalts durch den Hannoverschen
.........Oberpräsidenten (bis zum Kriegsausbruch 1939 gezahlt,
.........ab 1946 dann durch das Land Niedersachsen)
.........Tod von Karl Kraus in Wien. Nachruf Krafts in der
.........„Ostjüdischen Zeitung Czernowitz"
1936 Dezember bis März 1937: Paris-Aufenthalt, intensive Beschäftigung
.........mit dem Werk von Paul Valéry.
.........Erneutes Zusammentreffen mit Benjamin, dem er
......... „drei Bände Jochmann" leiht.
1937 bis 1956 verschiedene bibliothekarische Tätigkeiten in Jerusalem
.........(Centre de Culture Française, Department of Antiquities,
.........während des Krieges bei einem englischen Zahlmeister)
.........Freundschaft mit Ludwig Strauß, Gustav Steinschneider,
.........Gershom Scholem, Ernst Simon und Harry Timar,
.........Bekanntschaft mit Martin Buber. Wiedersehen mit
.........Else Lasker-Schüler
.........Erscheinen des ersten Gedichtbandes „Wort aus der Leere"
.........in Jerusalem (zwei weitere folgen 1938 und 1946)
1939/40 Entstehen des Exil-Romans „Der Wirrwarr" (erst 1960 erschienen)
1940 Veröffentlichung von Jochmanns „Rückschritte der Poesie" mit
.........einer Einleitung Benjamins in Max Horkheimers „Zeitschriftf
.........für Sozialforschung" (New York) ohne Erwähnung Krafts
..... ...Briefliche Auseinandersetzung über die Priorität der
.........Entdeckung Jochmanns („Benjamin. Er hat mich bestohlen")
.........September: Tod Walter Benjamins durch eigene Hand
.........in Port Bou. Krafts Gedicht „Grab in Spanien” (1941)
1941 Beginn der Gespräche mit Martin Buber, bis zu dessen Tod
.........fortgesetzt (1966 als Buch veröffentlicht)
1942 Teilnahme an Vorlesungen des „Kraal", einem Kreis um Else
.........Lasker-Schüler
1945 Januar: Tod Else Lasker-Schülers in Jerusalem
.........Januar: Tod Rudolf Borchardts in Trins/Tirol
.........Nach Kriegsende Wiederaufnahme des brieflichen Kontakts
.........zu den Freunden in Deutschland (Lehmann, Kütemeyer, Breitenbach)
1946 Lehnt ein Angebot der Landesbibliothek in Hannover ab, seine
.........alte Stelle wieder anzunehmen
.........Seit dieser Zeit Publikation in verschiedenen literarischen
.........Zeitschriften des deutschen Sprachraums („Silberboot", „Fähre",
......... „Trivium", „Wandlung", „Das literarische Deutschland", später
.........„Merkur", „Neue Schweizer Rundschau", „Neue Rundschau",
.........„Hochland", „Eckart", „Akzente", „Sinn und Form")
1949 Briefwechsel mit Hermann Broch
1950 Mit Manfred Sturmann Arbeiten am Nachlaß Else Lasker-Schülers
1951 Erste Europa-Reise nach dem Krieg: Paris (Besuch bei Julien Green),
........ Heidelberg (Wilhelm Kütemeyer), Eckernförde (Wilhelm
........ Lehmann), Hannover
.........Bis in die 80er Jahre häufige Reisen nach Europa (Paris,
........ Lüneburg, München, Berlin, Heidelberg, Flims, Freiburg)
1953 Tod Ludwig Strauß' in Jerusalem
.........Regelung der Ansprüche auf Wiedergutmachung durch
........ den Niedersächsischen Kultusminister
1954 Beginn der Mitarbeit an der „Neuen Zürcher Zeitung (Beilage
........„Literatur und Kunst") bis in die 70er Jahre
.........Mit der Anthologie „Wiederfinden" Beginn des Erscheinens
.........von über 30 Buchveröffentlichungen Krafts im deutschen
.........Sprachgebiet: Lyrik, Prosa, Essays (über Karl Kraus,
.........Rudolf Borchardt, Martin Buber, Kafka, Goethe, Stefan
.........George, Carl Gustav Jochmann u.a.), seit den 70er Jahren
.........Übersetzungen ins Italienische, Japanische und Hebräische
.........Lernt in den 50er Jahren die jungen israelischen Lyriker
.........Tuvia Rübner und Dan Pagis kennen
1955 Besuch bei Bertolt Brecht im Berliner Ensemble (mit Peter Huchel)

1956 - 1991 Freier Schriftsteller in Jerusalem

1956 Pensionierung. Freier Schriftsteller
.........Erscheinen der Kraus-Monographie
1957 Besuch in London bei Mechtilde Lichnowsky, Erich Fried
.........und Elias Canetti
1958/59 Paris-Aufenthalt, Arbeit über Kraus und Henri Rochefort
1959 Rom-Aufenthalt (Villa Massimo)
1959 und 1964: Erscheinen der Essay-Bände „Wort und Gedanke"
.........und „Augenblicke der Dichtung"
1961 Erscheinen der Borchardt-Monographie
.........Herausgabe des 3. Bandes der Werkausgabe
.........Else Lasker-Schülers im Kösel-Verlag (Verse und Prosa
.........aus dem Nachlaß).
.........Anschließend öffentliche Diskussion über angebliche Zensur
.........am Drama „Ichundich"
1962 Herausgabe einer Seume-Auswahl
1963 Erscheinen der von Kraft hrsg. „Dichtungen und Schriften" von
.........Ludwig Strauß
1966 Bis zum Tode Verleihung zahlreicher Preise und Ehrungen
.........(Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste,
.........Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der
.........Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt,
.........Ehrendoktorwürde der Universität Freiburg, Goethe-Medaille,
.... ... Wilhelm-Heinse-Medaille der Akademie der Wissenschaften
.... ... und der Literatur Mainz, Verdienstkreuz der Bundesrepublik
........ Deutschland, Niedersächsisches Künstlerstipendium für Literatur)
1968 Reise durch die Halbinsel Sinai mit Besteigung des Berges Sinai
.........Tod Wilhelm Lehmanns
.........Erscheinen des ersten Kafka-Buches
1972 Erscheinen der Jochmann-Biographie (seit 1955 fertiggestellt)
1973 Erscheinen seiner autobiographischen Aufzeichnungen „Spiegelung
.........der Jugend" in der „Bibliothek Suhrkamp"
1974 Beginnend mit dem zweiten Kraus-Buch Erscheinen mehrerer
.........Veröffentlichungen im Verlag Text und Kritik, München,
.........hrsg. von Jörg Drews (über George, Heine, Goethe)
1978 und 1986 Fernsehinterviews mit Jörg Drews (S 3) und
.........Georg Stefan Troller (ZDF)
1981 Ehrung in einer Feierstunde zum 85. Geburtstag in der
.........Niedersächsischen Landesbibliothek Hannover
1982 Tod Scholems in Jerusalem
1983 Gründung des Werner Kraft-Archivs in Rheinbach/Köln durch
.........Volker Kahmen und Georg Heusch
.........Beginn des Erscheinens der „Gesammelten Werke in Einzelausgaben"
.........im Verlag Georg Heusch, Bonn
1988 Tod Ernst Simons
1991 Tod am 14. Juni in Jerusalem.
.........Beisetzung am 16. Juni auf dem Friedhof des Kibbuz Tzora
.........Grabreden von Tuvia Rübner und Krafts Schwiegersohn Joav Tibon
1996 Tod Erna Krafts am 27. März in Jerusalem

Nachlass:

Werner Kraft-Archiv,
Literatur- und Kunstinstitut Hombroich, Stiftung Insel Hombroich

Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar

Ausgewählte Literatur:

„Ich bin an meinen Punkt gebannt" Werner Kraft im Gespräch mit Jörg Drews. München: edition text + kritik 1978. 32 S. ISBN 3-921402-72-7

Breden, Ulrich: Werner Kraft (1896 - 1991). Bibliothekar und Schriftsteller. Hameln: CW Niemeyer Buchverlage 1992. 112 S. (Kleine Schriften der Niedersächsischen Landesbibliothek.1) ISBN 3-8271-8601-3

Breden, Ulrich: Von Hannover nach Jerusalem. Werner Kraft (1896 - 1991). Eine biographische Annäherung an seine hannoverschen Jahre. Begleitheft zur Ausstellung 1996. Hannover: Niedersächsische Landesbibliothek 1996. 36 S. Ill.

Drews, Jörg: Werner Kraft. 1896 - 1991. Mit Briefen, Gedichten und Prosatexten von Werner Kraft an Karl Kraus, Wilhelm Lehmann sowie Auszügen aus seinen Tagebüchern, ausgewählt von Volker Kahmen. Marbach am Neckar: Deutsche Schillergesellschaft 1996. 191 S., zahlr. Ill. (Marbacher Magazin. 75/1996) ISBN 3-929146-47-9
Mit Beiheft: Werner Kraft: Eines schönen Tages. Gedichte und Prosa. Ausgewählt von Volker Kahmen und Friedrich Pfäfflin. Mit Bildern von Ulrich Erben. 69 S.

Fritz, Walter Helmut: Werner Kraft.
In: Fritz, Walter Helmut: Was einmal im Geiste gelebt hat. Aufzeichnungen.
Heidelberg: Verlag Das Wunderhorn 1999 (Edition Künstlerhaus), S. 57.
ISBN 3-88423-159-6

Graf, Johannes: Von Braunschweig nach Jerusalem. Der deutsch-jüdischer Schriftsteller Werner Kraft (1896 - 1991). In: Informationen und Berichte / Braunschweigisches Landesmuseum. H. 3-4/1996 [1998], S. 34 - 45.

Kraft, Werner: Spiegelung der Jugend. Autobiographie. Mit einem Nachwort von Jörg Drews. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag 1996. 143 S., Ill. (Fischer Taschenbuch. 12723) ISBN 3-596-12723-8

Pörksen, Uwe: Der Wünschelrutengänger. Erinnerung an Werner Kraft. Stuttgart: Steiner 1997. 22 S. (Abhandlungen der Klasse der Literatur / Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Jg. 1997, Nr. 2) ISBN 3-515-07144-X

Werner Kraft - Selbstdenker. Gedichte, Prosa, Interview. Hrsg. von Raimund Dehmlow. Hannover: Laurentius 1986. 57 S. (Laurentius Sonderheft. 1.) ISBN 3-931614-41-7

Werke

Ein Großteil der Werke Werner Krafts (über 30 Buchveröffentlichungen seit 1955) ist vergriffen, seine Bücher über Karl Kraus, Stefan George, Heine und Goethe jedoch im Verlag edition text + kritik, München lieferbar. In anderen Verlagen sind noch erhältlich: Der Chandos-Briefe und andere Aufsätze über Hofmannsthal (Darmstadt, Berlin: Agora), Österreichische Lyriker (Wien: Roetzer), Herz und Geist. Gesammelte Aufsätze zur deutschen Literatur (Wien, Köln: Böhlau).

Werner Kraft-Bibliographie

Datenbank mit der vollständigen Primär- und Sekundärliteratur

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E-Mail: nis@gwlb.de

Fax: 0511 1267-202

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